Glossar · Wirtschaft & Compliance
PEP-Prüfung
Auch bekannt als: Politically Exposed Person, PEP-Screening
- Family Office prüft potenziellen Co-Investor auf PEP-Status vor Beteiligungsabschluss.
- Versicherer screent Antragsteller einer hohen Lebensversicherung gegen aktuelle Sanktionslisten.
Know Your Customer
Know Your Customer (KYC) bezeichnet die gesetzlich vorgeschriebene Identifizierung und Risikobewertung von Geschäftspartnern, vor allem nach Geldwäschegesetz (GwG §§ 10 ff.). Erhoben werden Identität, wirtschaftlich Berechtigter, Herkunft der Mittel und PEP-Status. Detekteien unterstützen verpflichtete Unternehmen mit erweiterten Sorgfaltsprüfungen (Enhanced Due Diligence), wenn Standard-KYC-Datenbanken nicht ausreichen oder Auslandsbezug besteht.
Due Diligence
Due Diligence ist die sorgfältige Prüfung eines Geschäftspartners, Targets oder Beteiligungskandidaten vor Vertragsschluss, M&A-Transaktion oder Beteiligung. Sie umfasst rechtliche, finanzielle, steuerliche und operative Aspekte. Die detektivische Komponente — häufig „Reputational Due Diligence“ oder „Integrity Due Diligence“ genannt — klärt Hintergründe der handelnden Personen, frühere Verfahren, Verflechtungen, mediale Auffälligkeiten und versteckte Risiken jenseits der Bilanz.
Sanktionslistenprüfung
Die Sanktionslistenprüfung gleicht Geschäftspartner gegen EU-, UN-, US-OFAC- und nationale Embargolisten ab. Verstöße sind nach Außenwirtschaftsgesetz (AWG) und EU-VO 2580/2001 strafbar — auch fahrlässig. Geprüft werden nicht nur Direktpartner, sondern Gesellschafter, wirtschaftlich Berechtigte und Endabnehmer. Bei Treffern oder Namens-Ähnlichkeiten ist eine manuelle False-Positive-Klärung mit dokumentierter Entscheidungsgrundlage zwingend erforderlich.