Glossar · Technik & Forensik

Social Engineering

Auch bekannt als: Soziale Manipulation

Bekannt durch

DER SPIEGELWirtschaftsWocheSAT.1BB RadioMärkische AllgemeineSchweriner Volkszeitungwallstreet:online

Inhaltlich verantwortet von Marcello Doering, Inhaber & Chefermittler · Stand 2026-04-28

Definition

Social Engineering ist die zielgerichtete Manipulation von Personen, um an vertrauliche Informationen, Zugänge oder Vermögenswerte zu gelangen. Typische Vektoren sind Phishing, Pretexting (Vorgabe einer falschen Identität), CEO-Fraud und Tailgating (physisches Eindringen). Detekteien testen die Resilienz von Unternehmen mit autorisierten Angriffssimulationen (Red-Team-Tests) und klären reale Vorfälle auf — von der Spurensicherung bis zur Identifikation der Täter.

Begriff: Social Engineering · Synonyme: Soziale Manipulation

Praxisbeispiele

Wann „Social Engineering“ in der Praxis vorkommt

  • Aufklärung eines CEO-Fraud-Falls mit überwiesener Summe von 280.000 EUR an ein osteuropäisches Konto.
  • Autorisierter Red-Team-Test: physische Übernahme eines Serverraums via getarnter Handwerker-Identität.

Verwandte Begriffe

Im Zusammenhang mit „Social Engineering“

Digitale Forensik

Die digitale Forensik ist die methodisch saubere Sicherung und Auswertung digitaler Daten von Computern, Mobilgeräten, Speichermedien und Cloud-Diensten. Sie folgt strengen Standards: bitgenaue Image-Erstellung, Hash-Verifikation, dokumentierte Chain of Custody, Auswertung ausschließlich auf der Kopie. Sie ist die zentrale Disziplin bei Wirtschaftskriminalität, Datenabflüssen, Geheimnisverrat und IT-Sicherheitsvorfällen und liefert die einzigen vor Gericht stabil verwertbaren digitalen Beweise.

Internal Investigation

Eine Internal Investigation ist die strukturierte, vertrauliche Aufklärung eines unternehmensinternen Verdachts auf Regelverstoß durch Compliance, Rechtsabteilung oder externe Spezialisten. Sie umfasst Datensicherung (E-Mail, Buchhaltung, Logfiles), Mitarbeiterinterviews und verdeckte operative Maßnahmen. Verwertbarkeit setzt klare Befragungsbelehrung, Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats (§ 87 BetrVG) und DSGVO-konforme Datenverarbeitung voraus.

Lauschabwehr

Lauschabwehr (TSCM) ist die technische Suche nach Abhörgeräten, versteckten Kameras und Funksendern in Räumen, Fahrzeugen und an Personen. Eingesetzt werden Spektrumanalysatoren, Non-Linear-Junction-Detektoren, Wärmebildkameras, akustische Schwachstellen-Vermessung und manuelle Inspektion. Ein vollständiger Sweep umfasst sowohl aktive als auch ausgeschaltete oder fest eingebaute Geräte und endet mit einem schriftlichen Befundbericht inklusive Empfehlung zu organisatorischen Schutzmaßnahmen.

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