Glossar · Methodik & Ermittlung
Observation
Auch bekannt als: Überwachung, Surveillance
- Arbeitgeber dokumentiert eine vermutete Schwarzarbeit eines krankgeschriebenen Mitarbeiters auf einer fremden Baustelle.
- Kanzlei lässt den Tagesablauf eines Unterhaltspflichtigen verifizieren, bevor sie eine Anpassungsklage einreicht.
Mobile Observation
Mobile Observation ist die Verfolgung einer Zielperson zu Fuß, mit Fahrzeugen oder im öffentlichen Verkehr. Sie erfordert Wechselteams, mehrere voneinander unabhängige Fahrzeuge sowie eine detaillierte Routendokumentation mit Zeitstempeln, Fotobelegen und GPS-Tracks. Anders als die stationäre Variante muss das Team kontinuierlich Sichtkontakt halten, ohne aufzufallen — was Disziplin, Funkkommunikation und tiefe Ortskenntnis voraussetzt.
Stationäre Observation
Stationäre Observation bezeichnet die ortsfeste Beobachtung eines Objekts oder einer Person aus einer festen Position — häufig aus einem Fahrzeug, einer angemieteten Wohnung oder einem Gewerbeobjekt mit Sichtachse. Sie ist personell günstiger als die mobile Variante, eignet sich aber nur für Sachverhalte mit definiertem Beobachtungsfokus, etwa einem Hauseingang, einem Lager oder einem Übergabepunkt.
Observationsbericht
Der Observationsbericht ist die strukturierte, chronologische Dokumentation einer Observation. Er enthält Auftragsdefinition, Einsatzzeiten, Beobachtungsorte, Bewegungsverläufe, sämtliche relevanten Beobachtungen, Bildbelege und das Bewertungsergebnis. Der Bericht ist die zentrale Grundlage für eine gerichtsverwertbare Beweisführung und muss so verfasst sein, dass ein außenstehender Dritter — Anwalt, Richter, Sachverständiger — den Verlauf des Einsatzes vollständig nachvollziehen kann.